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Archive for 9. März 2008

Nach einer kleinen Ausmistaktion, die mein Zimmer echt nötig hatte, habe ich ein altes Grimmsmärchen Buch entdeckt. Nichtsahnend hab ich einfach mal losgelegt einige Geschichten daraus zu lesen.
So bin ich auch auf folgende Geschichte gestoßen, die trotz ihrer kürze einen schönen und interessanten Kern hat.

Lange rede Kurzer Sinn:

Der Fuchs und die Katze.  (Brüder Grimm, Kinder und Hausmärchen)

Es trug sich zu, dass die Katze in einem Walde dem Herrn Fuchs begegnete, und weil sie dachte “er ist gescheit und wohl erfahren und gilt viel in der Welt”, so sprach sie ihm freundlich zu. “Guten Tag, lieber Herr Fuchs, wie geht’s? Wie steht’s? Wie schlagt Ihr Euch durch in dieser teuren Zeit?” Der Fuchs, alles Hochmutes voll, betrachtete die Katze von Kopf bis zu Füßen und wusste lange nicht, ob er eine Antwort geben sollte. Endlich sprach er “O du armseliger Bartputzer, du buntscheckiger Narr, du Hungerleider und Mäusejäger, was kommt dir in den Sinn? Du unterstehst dich zu fragen, wie es mir gehe? Was hast du gelernt? Wie viel Künste verstehst du?” “Ich verstehe nur eine einzige”, antwortete bescheiden die Katze. “Was ist das für eine Kunst?” fragte der Fuchs. “Wenn die Hunde hinter mir her sind, so kann ich auf einen Baum springen und mich retten.” “Ist das alles?” sagte der Fuchs “Ich bin Herr über hundert Künste und habe überdies noch einen Sack voll Liste. Du jammerst mich, komm mit mir, ich will dich lehren, wie man den Hunden entgeht.” Indem kam ein Jäger mit vier Hunden daher. Die Katze sprang behänd auf einen Baum und setzte sich in den Gipfel, wo Äste und Laubwerk sie völlig verbargen. “Bindet den Sack auf, Herr Fuchs, bindet den Sack auf”, rief ihm die Katze zu, aber die Hunde hatten ihn schon gepackt und hielten ihn fest. “Ei, Herr Fuchs,” rief die Katze, “Ihr bleibt mit Euren hundert Künsten stecken. Hättet Ihr heraufkriechen können wie ich, so wär’s nicht um Euer Leben geschehen.”


Trotz der Tatsache das der überaus schlaue Fuchs mit 100 Künsten der Katze im Ersten Augenblick überlegen ist, schafft er es nicht sich zu retten. Man sollte nie auf andere Menschen neidisch sein weil sie mehr können, auch wenn es manchmal schwer fällt sollte ein jeder sich mit dem zufrieden geben was er hat. Es geht darum seine Talente richtig zu nutzen, diese zu fördern und nicht Anderen hinterher trauern nur weil sie vielleicht besser Zeichnen oder Fußball spielen.

Jeder Mensch hat ein Talent, doch nicht jeder Mensch weis wie man es gebraucht.

„Das allerhübscheste Talent nützt nichts, wenn der Autor nicht in der Lage ist, sich an den Tisch zu setzen und sehr entschlossen dort sitzenzubleiben.“ – Ror Wolf

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