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Archive for Mai 2008

Mein perfekte Welt darf nicht vollendet und vollkommen sein. Ich will in keiner Weilt leben, in der die Vögel immer frohe Lieder zwitschern. Das ewige, azurblaue Meer würde meine Fantasie lähmen. Es bliebe kein Platz für freie Gedanken oder Verbesserungen, da alles nun mal vollendet ist. Was soll man sich wünschen, wenn man schon alles perfekt vorfindet? Wonach soll man überhaut streben? Nein mein Utopia darf definitiv nicht perfekt sein.

Doch für was eine perfekte Welt wünschen, wenn man schon in der bestmöglichen aller Welten lebt? Auch wenn das Glück eines Einzelnen des öfteren mal auf der Strecke zu bleiben scheint, leben wir schon in einer perfekten Welt. Natürlich darf man nicht naiv sein und sich das Übel schönreden. Es ist aber wichtig zu erkennen , dass es Gutes nur zum Preis des Bösen gibt. Das alles, wie auch das „Ying“, nicht loslösbar von seinem Gegenteil, dem „Yang“ ist. Nur wenn beide Teile miteinander vereint sind, entsteht ein perfekter Kreis.

Es ist wichtig Trauer zu empfinden, ihr nachzugeben ist jedoch fatal. Gibt man der Trauer nach, setzt man seinen eigenen Wert herab, so das die Welt den Charakter einer trostlosen Ruine annimmt und den Glanz, den sie eigentlich hat, verliert.

Jedes Übel ist nicht von Dauer, alles ist vergänglich. Die guten als auch die schlechten Zeiten eines Lebens.

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Wäre es nicht leichter für einen Jeden von uns, wenn unser Gegenüber keine Maske tragen würde? Immer wenn wir mit unseren Mitmenschen reden tragen sie Masken auf ihren Gesichtern, die ihr Wahres verdecken. Jeder Mensch hat Tausende von diesen Masken. Manche dieser Masken sind gebraucht, andere wiederum neu. Man betrachte ein und denselben Menschen wie er mit anderen redet, wie er sich verhält, verbunden mit dem Gedanken wie dieser vor ein paar Jahren noch war oder wie man ihn persönlich kennt.

Selbst vor Freunden und Geliebten schaffen wir es nicht alle Masken abzunehmen, es bleibt immer eine letzte die das Gesicht verdeckt. Nie kann man einen Menschen kennen, da der gesamte Besitz seiner Masken einem unbekannt ist. Vielen von uns kennen nicht einmal die eigenen Masken. Immer tragen wir Masken, welche wir individuell der Umgebung anpassen.

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Warum macht es mich so traurig, wenn ich an damals denke? Ist es die Sehnsucht nach vergangenem Glück – […] Ist es das Wissen, was danach kam und daß danach nur ans Licht kam, was schon da war?

Warum? Warum wird uns, was schön war, im Rückblick dadurch brüchig, das es häßliche Erinnerungen an glückliche Ehejahre, wenn sich herausstellt, das der andere die ganzen Jahre einen Geliebten hatte? Weil man in einer solchen Lage nicht glücklich sein kann? Aber man war glücklich! Manchmal hält die Erinnerung dem Glück schon die Treue nicht, wenn das Ende schmerzlich war. Weil Glück nur stimmt, wenn es ewig hält? Weil schmerzlich nur enden kann, was schmerzlich gewesen ist, unbewußt und unerkannt? Aber was ist unbewußter und unerkannter Schmerz?

Aus “Der Vorleser”, erster Teil Kapitel neun, von Bernhard Schlink

Gedanken dazu

Wie oft rekonstruieren wir Szenen aus vergangenen Tagen, welch so unwiederbringlich sind.

Erinnerungen bleiben Erinnerungen, viele Verblassen, wenige halten eine kleine Ewigkeit.

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Verfasst vom Gastautor Pablo

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Der Radwechsel – Bertolt Brecht

Ich sitze am Straßenhang.
Der Fahrer wechselt das Rad.
Ich bin nicht gern, wo ich herkomme.
Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre.
Warum sehe ich den Radwechsel,
mit Ungeduld

Jeder kennt das im Gedicht genannte Problem. Obwohl man kein wirkliches Ziel vor Augen hat „hetzt“ man durchs gesamte Leben. Nie oder selten nimmt man sich Zeit, die man für sich braucht. Jede Minute in der „nichts“ gemacht wurde, stempelt man automatisch als verschwendet ab. Man will unnötige Aktionen beschleunigen, um dadurch vermeidlich wertvolle Sekunden zu sparen. Man glaubt das diese irgendwo anders besser angelegt wären. Mitschuld an der ständigen Hetze wäre die heutige Spaßgesellschaft, welche uns nach allen Mitteln der Kunst manipuliert und das Gefühl gibt etwas verpasst zu haben. Die ständig wachsenden Angebote, scheinen einen geradezu zu erschlagen. Ebenfalls geben sie einem das Gefühl, alles nutzen zu müssen.

Ständig klagt der Mensch über akuten Zeitmangel. Ein 25 Stunden Tag scheint bei weitem keine Lösung für das Problem zu sein. Es gäbe immer noch 1000 Aufgaben die man zu bewältigen hätte.


Das Leben ist zwangsweise an die Zeit geknüpft. Beide stehen in einem kausalen Zusammenhang. Wen wunderst da, dass man die Zeit, die einem nur begrenzt zur Verfügung steht, optimal nutzen will.

Optimal heißt nicht, dass man sich von den 1000 Angeboten 999 nutzt, nur weil diese einen kleinen Funken Spaß bieten sondern, dass man sich die Angebote bewusst anschaut und das herauspickt was einen am meisten reizt. Man kann schließlich nicht alle Bücher lesen, alle Spiele spielen oder alle Filme sehen.

Was nützt einem ein großer Baum mit lauter faulen Äpfeln, wenn neben drann ein kleiner mit wenigen saftigen steht

In einem solchen Fall ist die Entscheidung relativ einfach, warum auch nicht im Alltag?

Diese subjektive Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht.

In diesem Sinne, „Nehmt euch die Zeit die ihr braucht.“

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Anlehnung an „Was ist das für eine Welt…

In was für einer Welt leben wir in der das Geld regiert? Ist die Persönlichkeit weniger Wert als der soziale Stand?

Das Geldsystem birgt natürlich ungemeine Vorteile, aber bezüglich der „Geldbeutelgröße“ Sympathie Punkte zu verteilen erachte ich für falsch, da das Einkommen in keinem Fall etwas über die Persönlichkeit aussagt. Viele Menschen entscheiden sich für einen Beruf in dem sie Erfüllung finden und stellen damit meist den Verdienst an zweiter Stelle. Demnach erachte ich es als inkorrekt seinen Freundeskreis nach sozialem Stand und Verdienst zu filtern.

Doch wo beginnt dieser Prozess der Selektion?

Bei den meisten wohl im Einschulungsalter. Hier beginnt die Kategorisierung unmerklich und prägt sich in die Persönlichkeitsentfaltung. Meist wird das auch von elterlicher Seite oder durch den Freundeskreis eingebläut. Sätze wie „ was machst du denn mit dem“, „was ist so besonderes an ihm dran“ oder„Ich glaube nicht das dir seine Gesellschaft gut tut“ kennt wohl diesbezüglich jeder.

Was veranlasst uns dazu jemanden zu meiden?

Als Beispiel ein unbekannter 2×1 Meter Riese, in einem schwarzen Mantel gehüllt, zwei Millimeter Haarschnitt, Stahlkappenschuhe usw. der einem beim puren Anblick Respekt vermittelt. Auch dieses Individuum kann höchst interessante Ansichten vertreten und trotz seines Erscheinungs- Bild eine sehr nette Persönlichkeit besitzen. Wobei das hier schon auf Vorurteilen basiert. Somit wird auch ersichtlich dass diese Themen miteinander verwoben sind.

Keine Grenzen sollten aufgrund von sozialem Stand, aussehen oder Vorurteilen entstehen.

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Verfasst vom Gastautor Pablo

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Es gibt Menschen auf der Welt die das Glück gepachtet zu haben scheinen. Sie sind geradezu dafür geschaffen.

Andere wiederum nennt der Volksmund wahre Pechvögel. Menschen die ein Unglück nach dem anderen jagt.

Die dritte Sorte weiß hingegen nichts mit dem Glück, welches sie besitzt, anzufangen. Obwohl sie rundum glücklich sein sollten, versinken sie in tiefen Löchern der Depression und des Selbstmitleids.

Hier ein leicht oberflächlicher, aber dennoch alltagstauglicher Fragebogen.

Bist Du geschaffen fürs Glück ?

Gibt es einen Menschentyp, der dir besonders sympathisch ist ?

Glaubst du, dass das Leben dich benachteiligt ?

Fällt es dir schwer, mit anderen Menschen über deine Sorgen und Nöte zu reden ?

Gehst du schwierigen Entscheidungen nach Möglichkeit aus dem Weg ?

Kannst du dich über Kleinigkeiten freuen ?

Machst du oft Pläne ?

Bist du schon oft enttäuscht worden ?

Glaubst du, dass die reichen Menschen glücklicher sind ?

Hast du das Gefühl, vielfach falsch eingeschätzt zu werden ?

Lachst du oft und gerne ?

Kannst du verzeihen und vergessen ?

Pflegst du alte Freundschaften ?

Langweilst du dich häufig ?

Glaubst du, dass die Menschen früher glücklicher waren ?

Diese und weitere Fragen sind es, die uns täglich begegnen. Manche stellen wir uns selbst
andere wiederum an unsere Mitmenschen.

Ist man automatisch glücklich wenn man einen solchen Fragekatalog zu seiner vollsten Zufriedenheit beantworten kann ?

Fortsetzung folgt…

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