Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for April 2010

Zeitgenosse:

Zuallererst möchte ich dich für deine Arbeit loben. Du bist ein verdammt guter Architekt. Nachdem ich deine Pläne nun mehrmals durchgesehen habe, lässt sich kein einziger Fehler in der Statik finden. Es ist unglaublich, wie perfekt du alles berechnet hast. Man kann wirklich davon sprechen, dass die Schlösser, die du baust, vollendet sind.

Eine Frage bleibt jedoch offen. Es geht um das Material. Warum errichtest du deine Schlösser eigentlich aus Luft?

Architekt:

Diese Frage klärt sich doch von selbst. Weil die Steine beim Einsturz keine Schmerzen verursachen. Gemäß dem unwahrscheinlichen Fall, dass eins meiner Schlösser jemals einstürzen sollte.

Read Full Post »

Ich kann mir vorstellen, dass es in der Zukunft 70 Meter lange Werbetafeln, die man gelegentlich am Fahrbahnrand sieht, geben wird. Das wird nötig sein, um die Geschwindigkeit, mit der sich alle Menschen fortbewegen werden, auszugleichen.

Würde man die ursprüngliche Größe von 7 Metern beibehalten, wäre Niemand mehr in der Lage, die Werbung darauf zu lesen. Die Tafeln wären Farbkleckse, die es nicht einmal schaffen würden, sich optisch von ihrer Umgebung abzuheben.

Read Full Post »

Neulich, so beim üblichen Durchzappen während einer Werbepause, ist mir eine Sendung mit dem Titel „Der Weltschmerz“ ins Auge gestochen. Es ist unglaublich, was in der Welt so vor sich geht und wie wenig man darüber eigentlich weiß.

Das faszinierendste an dieser Sendung, ist jedoch der Moderator. Ich habe mir nie vorstellen können, dass es einen Menschen gibt, der es schafft, den Zuschauer mit dem nötigen Enthusiasmus und Optimismus anzustecken, so dass es ihm nicht mehr schwer fällt, an einer Führung durch die vielen Elendviertel dieser Welt teilzunehmen

Ihm ist es auch zu verdanken, dass ich mittlerweile keine einzige Folge „Weltschmerz“ verpasse. Sein großer, runder und überaus voluminöser Bauch, macht es mir möglich, am Leid dieser Menschen anteil zu nehmen, ohne es wirklich sehen zu müssen.

Was bin ich froh, dass es das Fernsehen gibt. Ich kenne sonst niemanden, der über meine Bedürfnisse so gut bescheid weiß und es auch immer wieder aufs Neue schafft,  jedes einzelne von ihnen zu befriedigen.

Read Full Post »