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Posts Tagged ‘Ethik’

Betrachtet man die menschliche Entwicklungsgeschichte, stellt man fest, dass die Möglichkeit im einen Bett sterben zu können, wohl eine der wichtigsten Errungenschaften ist.

„Jawohl,
Ein Hoch auf den Fortschritt!“

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Zeitgenosse:

Zuallererst möchte ich dich für deine Arbeit loben. Du bist ein verdammt guter Architekt. Nachdem ich deine Pläne nun mehrmals durchgesehen habe, lässt sich kein einziger Fehler in der Statik finden. Es ist unglaublich, wie perfekt du alles berechnet hast. Man kann wirklich davon sprechen, dass die Schlösser, die du baust, vollendet sind.

Eine Frage bleibt jedoch offen. Es geht um das Material. Warum errichtest du deine Schlösser eigentlich aus Luft?

Architekt:

Diese Frage klärt sich doch von selbst. Weil die Steine beim Einsturz keine Schmerzen verursachen. Gemäß dem unwahrscheinlichen Fall, dass eins meiner Schlösser jemals einstürzen sollte.

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Neulich, so beim üblichen Durchzappen während einer Werbepause, ist mir eine Sendung mit dem Titel „Der Weltschmerz“ ins Auge gestochen. Es ist unglaublich, was in der Welt so vor sich geht und wie wenig man darüber eigentlich weiß.

Das faszinierendste an dieser Sendung, ist jedoch der Moderator. Ich habe mir nie vorstellen können, dass es einen Menschen gibt, der es schafft, den Zuschauer mit dem nötigen Enthusiasmus und Optimismus anzustecken, so dass es ihm nicht mehr schwer fällt, an einer Führung durch die vielen Elendviertel dieser Welt teilzunehmen

Ihm ist es auch zu verdanken, dass ich mittlerweile keine einzige Folge „Weltschmerz“ verpasse. Sein großer, runder und überaus voluminöser Bauch, macht es mir möglich, am Leid dieser Menschen anteil zu nehmen, ohne es wirklich sehen zu müssen.

Was bin ich froh, dass es das Fernsehen gibt. Ich kenne sonst niemanden, der über meine Bedürfnisse so gut bescheid weiß und es auch immer wieder aufs Neue schafft,  jedes einzelne von ihnen zu befriedigen.

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Lehrer: Ich hatte einst drei Kalksteine auf meinem Pult liegen, fand aber zu meinem Entsetzen, dass sie tägliches Abstauben Benötigen, während mein geistiger Hausrat noch unangestaubt dastand.

Ich warf die Steine voller Abscheu zum Fenster heraus! *

Schüler: Das würde ich auch gerne tun, da ich merke, dass ich mich viel zu sehr um die Steine kümmere und mein geistiger Haushalt währenddessen verstaubt.

Leider traue ich mich nicht, diesen Ballast loszuwerden. Es könnte ja sein, dass jemand unter meinem Fenster steht, um die Steine aufzuheben.

* Zitat aud dem Film: Der Club der Toten Dicher

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Ich glaube, dass ich für alle spreche, wenn ich euch die folgenden Worte,  mit Freudentränen in den Augen, anvertraue:

„ Während meiner Kindheit bin ich, wie jeder andere sicherlich auch,  der Zeit begegnet. Geglänzt und gestrahlt hat sie. Sie war so hell, dass man die Augen kaum offen halten konnte. Man wurde regelrecht geblendet. Und in was für prächtige Kleider sie gehüllt war. Stoffe so edel, dass selbst der reichte Mensch der Welt sie nicht hätte bezahlen können.
Sie reichte mir ihre Hand. Diese Berührung weckte in mir das intensivste Gefühl, das ich bis dahin kannte und noch heute kenne. Es ist das Gefühl der absoluten und grenzenlosen Freiheit.“

Ich glaube, dass ich für alle spreche, wenn ich euch die folgenden Worte, voller Furcht, ins Ohr flüstre:

„ Ich bin kürzlich erst, wie jeder andere sicherlich auch, wiedereinmal der Zeit begegnet. Ich glaube zumindest, dass die Zeit war. Schrecklich sah sie aus. Verblasst der Glanz, der mich einst als Kind geblendet hat. Zerfetzt die edlen Stoffe, die ihren Körper zierten. Das Gesicht, abgemagert. Nein, nicht abgemagert, es war das Gesicht eines Toten. Vor mir war ein Schädel, über den jemand eine dünne Haut gespannt hat. Furchtbar!
Ich musste die Augen schließen, mich wegdrehen, einfach davonrennen. Es gab keinen anderen Ausweg. Ihr Anblick war nicht zu ertragen.“

Ich weis, dass ich nicht für alle spreche, wenn euch die folgenden Worte, vom höchsten Punkt der Welt aus, so dass ein jeder sie hören wird, schreie:

„Lange ist es her, dass ich beim Anblick der Zeit davongerannt bin. Schrecklich war ihr Äußeres und doch besaß ich fortwähren den Wunsch, sie wiederzusehen. Ich hatte vor, mich auf die Suche nach der Zeit zu begeben. Die Suche sollte nicht von langer Dauer sein, denn plötzlich stand die Zeit vor mir. Im alten Glanz und in neuen, weit aus prächtigeren Kleidern.
Sie wusste die Ketten, in die mich der Alltag gelegt hatte, zu sprengen, meine Neugeburt einzuleiten und das vergangene Sterben zu verhindern.
Mir fiel auf, dass das Gefühl der absoluten und grenzenlosen Freiheit niemals verschwunden war. Es umgab mich seit meiner Geburt. Ich hatte lediglich verlernt es zu sehen.“

Ich glaube, dass alle den folgenden Satz verstehen werden, da sie meine Worte schließlich gehört haben müssen:

„Nachdem ich nun die Zeit wiedergefunden habe, ist mir etwas an ihr aufgefallen. Sie besitzt eine austergewöhnliche Eigenschaft. Sie nutzt sich ab, wenn man sie nicht nutzt.“

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Es gab mal einen Menschenfresser,
der während er so vor sich hin durch die Welt wandelt,
wusste, dass er fortwährend moralisch handelt.

Schließlich hielt er immer links die Gabel und rechts das Messer,
während er aufrecht am Tisch saß
und genüsslich einen Menschen fraß.

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Seid ihr schon mal (in eurem Leben) zwei Hunden begegnet, die erst dann ein Gespräch aufbauen konnten, als sie über einen anderen Hund, der nicht anwesend war, geredet haben ?

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