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Posts Tagged ‘Frage’

Kunst (die) – Eine der vielen Möglichkeiten sein Bewusstsein unabhängig von den Pupillen zu erweitern.

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Zeitgenosse:

Zuallererst möchte ich dich für deine Arbeit loben. Du bist ein verdammt guter Architekt. Nachdem ich deine Pläne nun mehrmals durchgesehen habe, lässt sich kein einziger Fehler in der Statik finden. Es ist unglaublich, wie perfekt du alles berechnet hast. Man kann wirklich davon sprechen, dass die Schlösser, die du baust, vollendet sind.

Eine Frage bleibt jedoch offen. Es geht um das Material. Warum errichtest du deine Schlösser eigentlich aus Luft?

Architekt:

Diese Frage klärt sich doch von selbst. Weil die Steine beim Einsturz keine Schmerzen verursachen. Gemäß dem unwahrscheinlichen Fall, dass eins meiner Schlösser jemals einstürzen sollte.

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Ein Knall, eine Explosion
…?
Nein lediglich ein Erdbeben.

Die Heimatstadt?
Zerstört!

Die Freunde?
Vermutlich tot.

Die Freundin?
Einfach nicht zu erreichen…

Die Familie?
Nur schwer verletzt.

In einer solchen Situation bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als herzhaft darüber  zu lachen. Das Lachen lässt sich nun mal nicht vermeiden, geschweige denn verbieten. Besonders dann nicht, wenn es nichts gibt, worüber man lachen kann.

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Zeitgenosse: „Wo findest du Glück?“

Leonidas: „Glück finde ich nur auf dem Pfad des Ruhmes und dem der Ehre, indem ich als freier Mann und aus freiem Willen heraus für Ideale kämpfe. Selbst über den Tod hinaus kann ich Zeichen setzen, da ich nie für mich sondern mit und für die Gemeinschaft in die Schlacht ziehe “

Zeitgenosse: „Es ist nicht möglich jeden Heldentod nachzuvollziehen und somit ist die Ehre und das daraus resultierende Glück, das du dir erhoffst, relativ.“

Leonidas: „Das Problem ist, dass viele nicht in der Lage sind, sich in eine andere Gemeinschaft hineinzuversetzen. Jeder glaubt, dass der ihm anerzogene Blickwinkel in der Lage ist, das gesamte Geschehen zu überschauen und jeden einzelnen Mechanismus zu verstehen. Somit ist es möglich, dass ich mein Glück im Heldentod finde, da du schließlich nach meinem Glück fragst und keine allgemeingültige Definition suchst.“

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Es fängt immer mit einer Fragen an, denn erst durch eine Frage entsteht das Beständige. Ohne eine Frage kann es keine Antwort geben und selbst wenn es sich nicht lohnt eine Frage zu beantworten, lohnt es sich, sie gestellt und über eine mögliche Antwort nachgedacht zu haben.

So lasst uns eine Frage stellen.

Wie kann es sein, dass der allmächtige, allgütige, allwissende und gerechte Gott Leid zulässt?

Kann er es nicht beseitigen? Will er es nicht beseitigen? Oder gar beides?

Dann ist er es auch nicht wert allmächtiger, allgütiger und gerechter Gott genannt zu werden. Wie soll man dann überhaupt als Mensch auf das im Stich lassen seitens Gottes reagieren?

Soll man ein neues Bild von Gott schaffen? Sich einer anderen Religion anschließen? Sich dem Atheismus hingeben und die kulturellen Wurzeln des christlichen Glaubens, der die eigene Kultur über Jahrhunderte hinweg geformt hat, über Bord schmeißen und boykottieren?

Oder man beginnt einfach damit die Frage oder die eigentliche Absicht Gottes hinter dieser Frage näher zu beleuchten und erschließt sich systematisch den besagten Sachverhalt, wagt sich an den neu entstandenen inneren Konflikt und stellt am Ende fest, dass man vielleicht, aber auch nur vielleicht in der bestmöglichen aller Welten lebt.

Doch ist man als Mensch, das in seiner Moral- und Sinneswahrnehmung determinierte Wesen, überhaupt in der Lage, die Gerechtigkeit hinter Gottes Meisterplan zu erkennen?

Es könnte doch sein, dass man alles aus einer falschen Perspektive heraus betrachtet, so dass der Gerechte in Wirklichkeit der Schlechte ist. Demzufolge wäre jede Krankheit, Hungersnot und Naturkatastrophe, die Tausende von Menschen tötet, legitim und aus Gottes Perspektive heraus sicherlich gerecht. Auch wenn es nicht möglich ist, sich das Gewicht der bösen Taten eines zu Tode gekommenen Kindes vorzustellen.
Wahrscheinlich reicht es, wenn man seine Einstellung der Welt gegenüber ändert und das Problem der Theodizee auf eine optimistische Art und Weise löst. Man sagt sich einfach, dass sich das Übel nicht schönreden lässt, dass das Glück das Leid überwiegt und Gutes nur zum Preis des Bösen existieren kann. Und ehe man sich versieht, stellt man fest, dass die Suche nach der Gerechtigkeit Gottes ein Ende hat. Steckt man aber erst einmal in einer Situation, in der man einen Menschen, der es definitiv nicht verdient hat, auf dem hohen Ross des Siegers zu sitzen, an einem vorbeireiten sieht, während man selbst vom Kreuz der Ungerechtigkeit erdrückt wird, ist es durchaus berechtigt, sich wie Heinrich Heine in seiner Matratzengruft zu fühlen und Gottes Gerechtigkeit ein weiteres mal in Frage zu stellen und zu kritisieren. Oder man ändert erneut seine Einstellung, in dem man das Glück im Freiraum zwischen Leid und noch mehr Leid ansiedelt und somit das Problem der Theodizee auf eine pessimistische Art und Weise für sich löst und alles Leben als Leid akzeptiert. Da ist es doch wesentlich leichter, sich sowohl die körperliche als auch die seelische Tortour zu ersparen und in die Fußstapfen des Dichters Alexander Sergejewitsch Puschkins zu treten, um auf dem Höhepunkt der Karriere und in der Blüte des Lebens bei einem, durch Intrige inszeniertem, Duell zu sterben.

Vielleicht will Gott aber auch, in dem er die Rolle des stillen Beobachters einnimmt, uns eine Chance geben. Die Chance Fehler zu begehen. Fehler die uns leiden lassen. Fehler aus denen wir lernen. Fehler durch die wir uns weiterentwickeln. Wo wären wir bloß, wenn wir in einem Inbegriff des Glücks, einer perfekten Welt wie dem Schlaraffenland leben würden?
Es wäre ein Ort, an dem man ein sorgloses Leben findet, an dem keine Verpflichtungen existieren und an dem der Mensch in der Lage wäre seine Träume zu fassen. Im Gegenteil! Es wäre ein Ort, an dem der Mensch keine Träume besitzen würde, so dass es nichts zu fassen gäbe. Es wäre ein Ort, an dem die Faulheit regiert. Es wäre ein Ort, an dem jegliches Bestreben stirbt. In Wirklichkeit will der Mensch keine Welt, in der Vögel fortwährend frohe Lieder singen. Die perfekte Welt darf also nicht vollendet und vollkommen sein, was wiederum bedeutet, dass wir in der bestmöglichen aller Welten leben.

Trägt man nun alle Lösungsansätze zusammen, stellt man fest, dass sich keine absolute Antwort auf die Frage nach der Theodizee herauskristallisieren will. Gott ist allmächtig, allgütig, allwissend und gerecht, was keinem von Nutzen ist, wenn er die Rolle des Beobachters einnimmt, oder er übt Gerechtigkeit aus der unverständlichsten Perspektive heraus aus. Der Mensch ist nicht in der Lage, die Sichtweise aus der Gott Gerechtigkeit ausübt zu verstehen und er sollte seine Einstellung der Welt gegenüber pessimistischer oder optimistischer gestalten. Die perfekte Welt ist paradoxerweise nicht vollkommen und vollendet. Das Beantworten des Theodizeeproblems hat den Charakter eines Spaziergangs, welcher mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert. Man wird buchstäblich an den Anfang seiner Suche zurückgeworfen, so dass alles mit dem Stellen einer neuen Frage von vorne beginnen kann.

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Schüler: Ist dir jemals aufgefallen, wie jung und naiv du eigentlich bist?

Lehrer: Wieso?

Schüler: Weil du immer wieder davon redest, wie es auf der Welt sein sollte.

Lehrer: Was ist denn daran bitteschön jung und naiv?

Schüler: Es ist leicht zu sagen, wie die Welt sein sollte, aber schwer zu begreifen, wie die Welt eigentlich ist.

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  1. Hat die Welt ein gleiches Gerechtigkeitssystem?
  2. Gibt es eine Objektive Bewertung der Gerechtigkeit?
  3. Gibt es (nur) göttliche Gerechtigkeit?
  4. Ist göttliche Gerechtigkeit absolut?

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