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Posts Tagged ‘Gedicht’

Ein Knall, eine Explosion
…?
Nein lediglich ein Erdbeben.

Die Heimatstadt?
Zerstört!

Die Freunde?
Vermutlich tot.

Die Freundin?
Einfach nicht zu erreichen…

Die Familie?
Nur schwer verletzt.

In einer solchen Situation bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als herzhaft darüber  zu lachen. Das Lachen lässt sich nun mal nicht vermeiden, geschweige denn verbieten. Besonders dann nicht, wenn es nichts gibt, worüber man lachen kann.

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Es gab mal einen Menschenfresser,
der während er so vor sich hin durch die Welt wandelt,
wusste, dass er fortwährend moralisch handelt.

Schließlich hielt er immer links die Gabel und rechts das Messer,
während er aufrecht am Tisch saß
und genüsslich einen Menschen fraß.

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Der Clown

Ich bin ein Mensch der Nähe.
Ich bin ein Mensch der Distanz.

Ich besitze mehrere Gesichter.
In der Regel zwei.

Ich ziehe eine Mauer um mich.
Ich setze eine Maske auf.
Ich fange an zu lachen.

Die Melancholie ist men Element.
Auch wenn es niemandem auffällt.

Ich lenke die Menschen ab.
Einmal von meinem Leid.
Ein andermal von ihrem Leid.

Ich bin ein Geschöpf dieser Welt.
Und Schöpfer einer Anderen.

Man nennt mich: „Den Clown“

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Unbedacht laufend,
die Umgebung verblasst,
wohin führt der Weg?

Wasser berührt meine Haut,
es nieselt, unerwartet,
Ich sah keine Wolke am Himmel.

Ein Sturm ist ausgebrochen,
verlaufen, alles ist unerreichbar,
angsteinflösend, belastend, gar traurig.

Kein Schutz, keine Sicherheit.

Ich bin Gefangener meiner Gedanken.

____________________________________

Verfasst vom Gastautor Pablo

Quelle Bild: http://ssilence.deviantart.com/art/raise-storm-1965908

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Der Radwechsel – Bertolt Brecht

Ich sitze am Straßenhang.
Der Fahrer wechselt das Rad.
Ich bin nicht gern, wo ich herkomme.
Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre.
Warum sehe ich den Radwechsel,
mit Ungeduld

Jeder kennt das im Gedicht genannte Problem. Obwohl man kein wirkliches Ziel vor Augen hat „hetzt“ man durchs gesamte Leben. Nie oder selten nimmt man sich Zeit, die man für sich braucht. Jede Minute in der „nichts“ gemacht wurde, stempelt man automatisch als verschwendet ab. Man will unnötige Aktionen beschleunigen, um dadurch vermeidlich wertvolle Sekunden zu sparen. Man glaubt das diese irgendwo anders besser angelegt wären. Mitschuld an der ständigen Hetze wäre die heutige Spaßgesellschaft, welche uns nach allen Mitteln der Kunst manipuliert und das Gefühl gibt etwas verpasst zu haben. Die ständig wachsenden Angebote, scheinen einen geradezu zu erschlagen. Ebenfalls geben sie einem das Gefühl, alles nutzen zu müssen.

Ständig klagt der Mensch über akuten Zeitmangel. Ein 25 Stunden Tag scheint bei weitem keine Lösung für das Problem zu sein. Es gäbe immer noch 1000 Aufgaben die man zu bewältigen hätte.


Das Leben ist zwangsweise an die Zeit geknüpft. Beide stehen in einem kausalen Zusammenhang. Wen wunderst da, dass man die Zeit, die einem nur begrenzt zur Verfügung steht, optimal nutzen will.

Optimal heißt nicht, dass man sich von den 1000 Angeboten 999 nutzt, nur weil diese einen kleinen Funken Spaß bieten sondern, dass man sich die Angebote bewusst anschaut und das herauspickt was einen am meisten reizt. Man kann schließlich nicht alle Bücher lesen, alle Spiele spielen oder alle Filme sehen.

Was nützt einem ein großer Baum mit lauter faulen Äpfeln, wenn neben drann ein kleiner mit wenigen saftigen steht

In einem solchen Fall ist die Entscheidung relativ einfach, warum auch nicht im Alltag?

Diese subjektive Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht.

In diesem Sinne, „Nehmt euch die Zeit die ihr braucht.“

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Zum Lazarus (Heinrich Heine)

Laß die heilgen Parabolen,
Laß die frommen Hypothesen –
Suche die verdammten Fragen
Ohne Umschweif uns zu lösen.

Warum schleppt sich blutend, elend,
Unter Kreuzlast der Gerechte,
Während glücklich als ein Sieger
Trabt auf hohem Roß der Schlechte?

Woran liegt die Schuld? Ist etwa
Unser Herr nicht ganz allmächtig?
Oder treibt er selbst den Unfug?
Ach, das wäre niederträchtig.

Also fragen wir beständig,
Bis man uns mit einer Handvoll
Erde endlich stopft die Mäuler –
Aber ist das eine Antwort?

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