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Posts Tagged ‘Ironie’

Betrachtet man die menschliche Entwicklungsgeschichte, stellt man fest, dass die Möglichkeit im einen Bett sterben zu können, wohl eine der wichtigsten Errungenschaften ist.

„Jawohl,
Ein Hoch auf den Fortschritt!“

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Für jeden Schriftsteller kommt einmal der Zeitpunkt, in dem er voller Hoffnung seine Kommode der Literatur öffnet und ihn die Ideen- und Inspirationslosigkeit mit einem kraftvollen Schlag Richtung Magengrube dafür belohnt. Diesen einzigartigen Kampfstil nennt man übrigens «die Schreibblockade». Sie führt dazu, dass ihm Nichts mehr einfallen will. Kein Gefühl lässt sich noch manifestieren. Nicht einmal die kleinste Metapher will es sich auf dem Papier gemütlich machen.
Selbst alle drei Literarischen Gattungen Epik, Lyrik, Drama und die vielen verschiedenen Formen wie der Roman, die Ode, die Fabel, die Kurzgeschichte, die Parabel, das Sonett,  die Hymne, die Ballade, die Tragödie, die Komödie usw.  haben sich gegen ihn verschworen. In Teamarbeit neigen sie dazu, eine unüberwindbare Mauer um den Autor zu ziehen. Türmend hindern sie ihn an der Flucht. Dabei wäre es doch so einfach in diesem Sammelsurium an Dichtung den nötigen Anstoß fürs Schreiben zu finden.

Anscheinend nicht.
Denn was nun passiert,
wie man sieht,
ist ,dass der Autor
in Versen spricht
und am besten jetzt,
dieses spontane Gedicht,
solange es noch möglich ist,
mit einem Reim abbricht.

Illustration: Guido Göbbels

Vielleicht sollte er etwas kleiner anfangen und sich erst einmal über ein Thema, ein Motiv oder vor allem um einen Protagonisten Gedanken machen.
Doch was für ein Protagonist soll es sein und was soll er machen? Soll er eine Beziehung eingehen, so dass ihm das Herz gebrochen werden kann? Ein klein wenig Herzschmerz? Den Charakter um einige autobiografische Züge erweitern? Ein bisschen für Dreidimensionalität sorgen? So dass der Leser nicht merkt, dass er sich 1000 Seiten lang langweilt. Viel zu stereotyp!

Da ist es glaube ich weitaus vorteilhafter, zu einem etwas exotischeren Exemplar zu greifen. Einem richtigen Antihelden namens, sagen wir mal Byron. Einen wahren Rebellen, der sich über Regeln Sitten und gesellschaftliche Moralvorstellungen hinwegsetzt. Letztendlich aber Frustration erleidet, da ihm die Erfüllung seiner Leidenschaft nicht möglich ist oder verweigert wird und ihn dieser Mangel an innerer Befriedigung letztendlich um eine selbstzerrstörerische Tendenz bereichert. Dazu gibt man noch ein Paar weitere negative Charaktereigenschaften hinzu. Würzt das Ganze mit einer ordentlichen Prise Egoismus und erhält als Ergebnis eine prächtige Projektionsfläche für die verdrängten und negativen Anteile der Persönlichkeit eines Lesers. Viel zu kompliziert!

Er könnte natürlich auch eine Schaufensterpuppe nehmen, diese auf den Namen Paul taufen und ihr nach belieben Charaktereigenschaften, wie Klamotten, an- und ausziehen. So, dass jener Paul sich wie ein Chamäleon jeder Geschichte optisch anpasst. Genau richtig!

In Zeiten der vollkommenen und unüberwindbaren Ideen- und Inspirationslosigkeit, kommen Schriftsteller auf die Idee, über die Schreibblockade zu schreiben und damit einen Eintrag mit über 521 Wörtern zu füllen. Das schaffen sie, indem sie ganz einfach einen längeren Text über die halbe, theoretische Literaturwissenschaft verfassen, anstatt auf den Punkt zu kommen und ein Ergebnis zu präsentieren.

In dieses Sinne war das der Prolog zu Paul Entstehung, welchen wir nun mit den Worten: «Und hier fängt die Geschichte an» beenden wollen.

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Die armen Bewohner kleinerer Ortschaften sollten einem Leid tun. Täglich werden sie vom Lärm angrenzender Fahrradwege belästig. Bellende Hunde und schreiende Kinder sind die Übeltäter, die den Einwohnern keine ruhige Minute gönnen. Man sollte die Lärmschutzwände um Autobahnen und Gleise herum entfernen, denn den anliegenden Häusern macht der Lärm der Lastwagen und Güterzüge, Gewöhnungseffekt sei Dank, nichts aus.

Ein Fahrradweg kann ziemlich laut sein, so das die neuerworbenen Lärmschutzwände den Einwohnern kleinerer Ortschaften rechtmäßig zugeschrieben werden müssen.

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