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Archive for April 2008

Mir ist aufgefallen, dass ich mich in letzter Zeit ausschließlich mit Literatur beschäftigt habe. Dies soll sich in Zukunft ändern.

Es gibt noch die ein oder andere „Serie“ im Bereich „Philosophie/Ethik“, die fortgesetzt werden muss. Allgemein will ich mich in nächster Zeit, ohne dabei diverse andere Nebenbereiche zu vernachlässigen, wieder mehr mit dieser Thematik beschäftigen.

In diesem Sinne werden angefangene „Serien“ meinerseits, wie „Freiheit/Determination“ und „Glück“ in den nächsten Wochen kontinuirlich fortgesetzt.

Kommende Woche geht’s weiter mit: „Das Glück: Definition, Assoziation, Philosophie (Teil 2)“

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Nach einem kleinen begriffserklärenden „Vorwort“ und dem eigentlichen „Hauptteil“ dieser dreiteiligen Thematik, kommt nun der Schlusspart.

Meine persönliche Einstufung der heutigen Literatur.

So ziemlich jedes Werk, das heutzutage die Bestsellerstände der Buchläden schmückt, gehört der Kategorie „stupide Trivial- oder Unterhaltungsliteratur“ an. Diese zeichnet sich durch das zeitliche Literaturverständnis des Lesers und das Anpassen an die vorherrschenden Normen der Mode aus. Der stellenwert der Literatur und deren Verwendung hat sich über die Jahre hinweg verändert. Früher galt die Literatur als Sprachrohr der Gesellschaft, so das jeder Gesellschaftskritische Autor mit diversen Konsequenzen zu rechnen hatte. Diese waren meist Verfolgung, Exil oder Zensur. Das hat sich jedoch mit der Einführung der Menschenrechten geändert. Heute ist sie ein weiteres Unterhaltungsmedium unserer Spaßgesellschaft.

Letzendlich lässt mit Sicherheit sagen, dass die heutige Literatur ihren utopischen Charakter größtenteils verloren hat.

Mögliche Gründe hierfür wären:

Der allgemein aufgeklärtere und gebildetere Mensch.

Der „Boom“ der Unterhaltungsindustrie ( TV, Videospiele usw … )

Die Staatsform in der wir leben. (Demokratie = eine der bestmöglichsten Staatsformen)

uvm.

Welcher dieser multikausalen Gründe nun dominiert lässt sich schwer sagen, da alle in einer gewissen Hinsicht aufeinander einwirken.

Eventuell liegt es auch daran, dass man das Rad nicht neu erfinden kann. Anstatt sich literarisch über die Gesellschaft auszulassen, beruft man sich auf ältere bereiz publizierte Werke. Dies hat natürlich den Vorteil der Arbeiterleichterung. Ebenfalls kann man die Gedanken des Autors binnen Sekunden weiterspinnen oder der derzeitigen Problematik anpassen.
Möglicherweise liegt es auch daran, dass wir viele der utopischen Wünsche in unserer Gesellschaft umgesetzt haben.

“… denken wir uns das Glück der Menschheit nicht mehr am Schreibtisch aus, sondern ganz demokratisch und pluralistisch befragen wir die Subjekte der Utopie nach dem utopischen Gehalt ihres Lebens, d.h. inwieweit sie auf größere Ziele hin leben…” (Herrmann C.).

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Da es einige wesentliche Begriffe zu klären gibt, sollte schon mal im Vorraus das Vorwort angeschaut werden.

Link: Hat Literatur einen utopischen Charakter (Vorwort).

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Literarische Erörterung zum Thema: “Der Utopische Charakter der Literatur”.

Hat Literatur wirklich einen utopischen Charakter, welcher den Rezipienten die Spannung zwischen dem was ist und dem was sein sollte zeigt, um diesen zum Denken und Ändern zu animieren oder ist jedes Buch stupide Trivialliteratur, welche nur der reiner Unterhaltung dient ?

Die Frage kann man mit einem der ältesten Bücher der Welt zugunsten des utopischen Charakters der Literatur beantworten. Gemeint ist die Bibel. Diese lehrt den Menschen das Christentum und die damit verbundenen Normen und Werte. Beispiele für die Utopie wären die Vorstellung einer besser Welt (Paradies) oder die 10 Gebote die den Menschen beim Einhalten ein friedliches Miteinander ermöglichen. Diese lehren uns essentielle Dinge wie Toleranz, Solidarität und Humanität. So wie die Bibel gibt es auch diverse Schullektüren, die mit einem Utopischen Kern versehen sind.

Lessing hat mit „Nathan der Weise“ eine Vision, in der die 3 sich ständig streitenden Weltreligionen friedlich zusammenleben, da diese schließlich vieles gemeinsam haben und eine Religion als ihren Ursprung besitzen. Schiller weist mit „Kabale und Liebe“ auf die zu seiner Zeit vorherrschende Ständeproblematik und die daraus resultierenden Nachteile, welche die Menschen in ihrer Handlungsfreiheit determinieren. Beide Lektüren arbeiten auf eine gesellschaftliche Problematik hin, geben aber auch gleichzeitig den ein oder anderen Vorschlag, mit dem man diese zu Gunsten der Menschheit verbessern könnte. Während Schiller die Ständeproblematik gekonnt durch den Tod der beiden Hauptprotagonisten Luise und Ferdinand gleichsetzt, schafft Lessing durch die Verwandschaft eine Illusion der perfekten Welt.

Während sich diese Werke hauptsächlich mit der klassischen Utopie, im sinne einer besseren bzw. verbesserten Welt beschäftigen. Gibt es auch Lektüre, die sich mit einer Unterart der Utopie nämlich der Dystopie oder auch Anti-Utopie auseinandersetzt. Diese soll den Menschen vor möglichen Eventualitäten, welche die Zukunft in sich birgt, warnen.

Beispiele hierfür wären „1984“ und „Farm der Tiere“ vom englischen Schriftsteller George Orwell. Der Roman „1984” zeigt eine Mögliche totalitäre und vollkommen Überwachte Zukunft durch den Diktator Großer Bruder (engl. Big Brother). Der sich ständig widerholende Propaganda Slogan „Der Große Bruder sieht dich“ (engl. Big Brother is watching you) erinnert den Bürger daran keine bzw. kaum Privatsphäre und Freiheit zu besitzen.

Die Fabel „Farm der Tiere“ zeigt eindrucksvoll das Scheitern des Kommunismus. Während das System sich zu beginn noch an die Vision des Keilers Old Major hält, driftet es im Laufe der Geschichte weiter vom eigentlichen Kommunismus ab. Schnell wird das System zugunsten der Schweine verändert, verschiedene Verfassungsänderungen inbegriffen. So wird aus „Alle Tiere sind gleich“, „Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher“.

Die Utopie kann auch auf eine ganz andere Art und Weise auftreten. Wie in Friedrich Dürrenmatts Werken „Die Physiker“ und „Der Richter und sein Henker“. Hier tritt diese als der unüberwindbare ständig gegen die Hauptprotagonisten spielende fast schon personifizierte Zufall auf..

Alle 3 Beispiele haben einen utopischen Charakter und stehen paradox der Wirklichkeit gegenüber. Doch genau in diesen Paradoxen wird der Leser der Realität, welche ihn ständig umgibt, ausgesetzt. Er ist sozusagen gezwungen darüber nachzudenken und somit im besten Fall was an sich oder Welt zu ändern.

Letztendlich kann man sagen, dass Literatur einen Utopischen Charakter besitzt. Dieser zeigt sich jedoch nicht immer im selben Gewand. Entweder tritt dieser in Form einer besseren bzw. verbesserten Welt um uns zu Animieren, einer pessimistischen Zukunftsaussicht um uns zu Warnen oder durch paradoxe Gegebenheiten um uns so der Wirklichkeit auszusetzen, auf

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Quelle Bild: http://commons.wikimedia.org/

Anmerkung: Das Bild ist kein Gemälde sondern eine Fotografie chinesischer Reisfelder.

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Für meinen morgigen Beitrag müssen einige wesentliche Begriffe vorab geklärt werden.

Was versteht man unter einer Utopie ?

Utopie ist eine Wunschvorstellung einer besseren Welt. Diese kann jedoch aufgrund von historischen und kulturellen Gegebenheiten nicht bzw. noch nicht realisiert werden.
Beispiel: Der Kommunismus nach Karl Marks

Was versteht man unter utopischer Literatur ?

Utopische Literatur befasst sich mir einer idealen Gesellschaft, welche (meist) den zur Zeit des Werkes vorherrschenden Verhältnissen paradox gegenüber steht. Diese gilt es zu verbessern bzw. zum positiven hin zu verändern.
Beispiel: „Nathan der Weise“ und das friedliche Zusammenleben der 3 Weltreligionen.

Was man unter einer Dystopie ?

Dystopie ist eine fiktive Geschichte, die sich mit einer Gesellschaft, welche sich zum negativen hin entwickelt hat, beschäftigt. Dieses pessimistische Zukunftsbild soll uns vor diversen Entwicklungen der Gegenwart warnen.
Beispiel: Vorratsdatenspeicherund in Verbindung mit dem Roman „1984“ von George Orwell.

Hilde Domins Standpunkt:

“Literatur zeigt nicht nur die Wirklichkeit auf, wie sie ist: Sie zeigt die Spannung zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte und sein sollte. Literatur hat also von Haus aus utopischen Charaktere (gleichgültig, wie tief verborgen oder wie sichtbar dieser Anspruch ist). Der Anspruch ist nicht nur ein Anspruch an die Welt, wie sie ist. Er ist vor allem auch ein Anspruch an den Leser, wie er ist. Und wie er sein, was er aus sich machen könnte.”

Diese Auffassung soll nun literarisch erörtert und anhand von Beispielen aus der Literatur belegt bzw. widerlegt werden.

Fortsetzung folgt am Sonntag …

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“Die Erinnerung ist wie ein Kreidekreis, ein vollkommenes Rätsel, ein kleines Nichts von niemandem.” – João de Melo, O Homem Suspenso

tyle=”Wir alle leben miteinander und stehen in ständigen Wechselwirkungen zueinander. Jeder wirkt in irgendeiner Hinsicht auf den Anderen ein. Doch trotz dieser Tatsache sind wir allein. Während die Gladiatoren zusammen in die Arena schreiten, stirbt ein jeder von ihnen für sich. In ihrem Kuss versuchen Liebende, ihre isolierte Ekstase zu einer Selbsttranszendenz zu verschmelzen. Ob es ihnen gelingt ist fraglich.

Schon von Geburt an ist jeder Geist dazu verurteilt, Schmerz und Glück in völliger Einsamkeit zu erdulden oder zu genießen. Empfindungen, Gefühle, Einsichten, Einbildungen, all das ist etwas Privates und nur mittels Kommunikation anderen mitteilbar. Wir können zwar Berichte über Erfahrungen austauschen und sammeln, die Erfahrung selbst behält jeder für sich. Somit ist jede erlebte Szene eines Lebens etwas Individuelles. Nur darüber zu berichten reicht demnach nicht aus.

Demzufolge beherbergt jeder Mensch eine kleine Welt in seinem Inneren, die in ihrer Beschaffenheit und Konsistenz so einzigartig ist, dass sie nur einmal in dieser Reinform existiert. Doch diese ist keineswegs statisch, je nach Geist der sie bewohnt, steht sie im ständigem Wandel. Wie mögen nun die Orte von Geisteskranken, Begabten und Autisten aussehen ? Diese stehen im krassen Gegensatz zu denen der gewöhnlichen Menschen, so das kaum Nährboden zum Nachvollziehen und Verstehen vorhanden ist.

Folglich bleibt uns eine Reise an einen Ort, den ein Visionär, ein Medium oder ein musikalisches Genie bewohnt, verwährt. Niemals können wir nachvollziehen, was Blake, Swedenborg oder Bach gedacht, gefühlt oder gesehen haben. Es ist einfach nicht möglich, die Welt wie diese Männer sie gesehen haben, zu sehen.

Deshalb sollte man die Welt, immer auf seine eigene individuelle Art und Weise wahrnehmen und fühlen, ohne dabei trauernd anderen Menschen nachzujagen.

“Der Geist ist sein eigener Herr und er kann aus der Hölle den Himmel und aus dem Himmel die Hölle machen.” – John Milton

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Um die Thematik besser zu verstehen siehe: 2 Bücher in einem Einband.

Kurioserweise fand ich in einem meiner Bücher, als ich es grade lesen wollte, Notizen auf Chinesisch.

Auszug aus Daudedsching von Laudse.

Die Lektüre wurde wohl für ein Chinesisch Studium gebraucht. Es ist immer wieder interessant und beeindruckend, was man so in einem „Öffentlichem Bücherregal“ findet. Besonders dann, wenn die Notizen ein kleines Mysterium beherbergen, wie in diesem Fall. Wahrscheinlich ist es nicht einmal was wichtiges, trotzdem juckt es mich zu wissen was da steht. Mal schauen vielleicht findet sich ein Leser, der in der Lage ist, die Notizen zu übersetzen.

Demnächst mehr, da das Bücherregal immer für was interessantes gut ist.

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Zufällig fand ich heute dieses überaus interessante Buch. Der Titel spricht mich jetzt schon an, da ich nun mal zu dieser Generation gehöre.

Kurzbeschreibung
Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin.

Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol.

Und Tamara-Michelle hält den Bundestag für einen Feiertag.

Einzelfälle? Mitnichten. Eine ganze Generation scheint zu verblöden. Der Staatsanwalt von nebenan erzieht seine Kinder mit der Spielkonsole. Germanistikstudenten sind der deutschen Sprache nicht mehr mächtig. Eine Karriere als Popstar erscheint dem Bäckerlehrling verlockender als eine solide Ausbildung.

Dieses Buch geht der Frage auf den Grund, wie es wirklich um die Mütter, Väter und Bundeskanzler von morgen steht. Geschrieben haben es zwei Autoren, die mit der Generation Doof per Du sind. Denn es ist ihre eigene.

Klappentext
Supernannys, Stars und Sternchen, Prominente, die am PISA-Test scheitern – Deutschland scheint zu verblöden. Eine Karriere als Popstar erscheint jungen Leuten verlockender als eine solide Ausbildung. Dieses Buch geht der Frage auf den Grund, wie es wirklich um die Mütter, Väter und Bundeskanzler von morgen steht.

Quelle: http://www.amazon.de

Folgende Aussagen sind keineswegs Einzelfälle.

Kleiner Auszug aus dem Deutschunterricht:

Lehrer: Wer weiß was eine dialektische Erörterung ist ?

Schüler: Eine Erörterung im Dialekt geschrieben.

Ein solcher Fehler wäre nicht weiter schlimm, wenn wir uns Monate zuvor nicht ausführlichst und bis zum Erbrechen mit dem Thema beschäftigt hätten. Ich will nicht wissen wie die Klassenarbeit dieses Schülers ausgesehen hat.

Weitere überaus gute Beispiele für die heutige Generation finden sich auch in diesem Blog

SchülerVZ und Politik

SchülerVZ Wer liest was ?

Leider ist es heutzutage normal sich seine Information, welche zur Allgemeinbildung beiträgt bzw. beitragen sollte, aus diversen Zeitschriften wie Bravo, Yamm usw. zu holen. Man muss schließlich wissen, was Britney Sperst & Co so treibt.

Solche Tatsachen wirken sich überaus negativ auf die „denkenden/gebildeten“ unserer Generation aus, da diese Vorurteil sei Dank mit den anderen in einen Topf geworfen werden. Somit sollte man sowohl die Gesellschaft als auch die Kritiker vom Gegenteil überzeugen und an seiner Allgemeinbildung arbeiten. Dazu gehört nun mal Politik (Gemeinschaftskunde), Erdkunde, Geschichte und nicht der neuste Tratsch der Stars.

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